Aktuell - Denkendorfer Kreis e.V.


  Hier im "Cafe zur Pfarrscheuer", gegenüber dem Kloster Denkendorf, 
  trifft sich der Vorstand des Denkendorfer Kreises e. V. zu seinen Sitzungen.

  • Neben den gewählten Vorstandsmitgliedern
  • gehören "berufene" Mitglieder dazu, ebenso  
  • ein Vertreter/in der Jüdischen Gemeinde Stuttgart, 
  • ein Vertreter/in der Katholischen Kirche, 
  • ein Vertreter/in des "Freundeskreies Kirche und Israel in Baden e.V." und
  • Pf. Michael Volkmann, "Pfarramt für das christlich-jüdische Gespräch in der Würrtembergischen Landeskirche".

 

2017 buber rosenzweig medaille 800

09.03.2017

Buber-Rosenzweig-Medallie für die KLAK

  • Wir gratulieren der KLAK (Konferenz landeskirchlicher Arbeitskreise Christen und Juden) zu dieser Ehrung durch den Deutschen Koordinierungsrat am 05.03.2017 in der Frankfurter Pauskirche.

 

Wir gratulieren besonders auch Dr. Michael Volkmann, Pfarrer für das Gespräch zwischen Christen und Juden in Württemberg. Er war Vorsitzender der KLAK von 2006-2015.

Kol HaKawod.



17. Juni 2016

2016 Bad Boll Villa Vopelius  Offener Brief an die Evangelische Akademie Bad Boll

Eine Vorbemerkung sei erlaubt!

Gemeinsam haben die DIG Stuttgart und mittlerer Neckar und der Denkendorfer Kreis e.V. am 17. Juni 2016 einen offenen Brief an die evangelische Akademie Bad Boll gerichtet. Wir wenden uns gegen die Tagung: "Ist Frieden möglich? Zur Situation der Menschenrechte in Nahost." (http://www.ev-akademie-boll.de/tagung/430416.html). Sie weckt ungute Erinnerungen an frühere einseitig israelkritische Veranstaltungen in den Räumen der Akademie (betrifft z.B. die Tagung 11.-13.06.2010, siehe dazu Stellungnahme u.a. im Rundbrief 99 vom 20.Juni 2010). Wir dachten, dass nach den positiven Erfahrungen der im März 2015 stattgefundenen Tagung: „Hört das denn nie auf? Altneuer Antisemitismus in Europa“ (http://www.ev-akademie-boll.de/tagung/521215.html), die Evangelische Akademie Bad Boll ein engagierter, fairer und ausgewogener Lernort für die Fragen Naher Osten, Israel und Palästina werden könnte. Dem ist augenscheinlich nicht so, denn Israelhass, Israelboykott und Delegitimierung Israels gehören nicht in eine Bildungseinrichtung, einer evangelischen in unserer Württembergischen Landeskirche schon gar nicht. Nicht wenige Organisationen und Referenten, wie jetzt bei besagter Tagung Anfang Juli 2016, sind die falschen Kooperationspartner.

Mit diesen Erfahrungen können wir, aus heutiger Sicht, die Evangelische Akademie Bad Boll nicht positiv weiterempfehlen.

Nicht zu verwechseln damit sind die Veranstaltungen des "Pfarramtes für das Gespräch zwischen Christen und Juden", die ja auch im Tagungszentrum der Evangelischen Akademie in Bad Boll stattfinden. Dieses Pfarramt (www.agwege.de) ist mit Büro und eigenen Veranstaltungen eine weitere landeskirchliche Einrichtung in Bad Boll, neben der Akademie. Es ist nicht Teil der Akademie und nicht verantwortlich für das Programm der Akademie.
Wir empfehlen die Veranstaltungen von Pfr. Michael Volkmann im "Pfarramt für das Gespräch zwischen Christen und Juden" sehr! 

Bleibt nach diesem "Bad-Boller-Rückfall" nur die bange und berechtigte Frage, ob und wie die jüdischen Lehrer/innen weiterhin die Gastfreundschaft einer evangelischen Bildungseinrichtung in Württemberg als glaubhaft und ehrlich erleben können? 

Und auch diese Frage steht im Raum, die Frage der Finanzierung!? Das Programm der Tagung zeigt deutlich den enormen Aufwand, die Vielzahl der Referenten aus dem In- und Ausland. Das kostet richtig Geld! - trotzdem eine "peanuts-Gebühr" als Tagungsbeitrag. Woher kommt das Geld? Genannt werden Katholischer Fonds und Bundeszentrale für politische Bildung. Die Akademie Bad Boll selbst ist eine Einrichtung der württembergischen Landeskirche, diese ist also auf diesem Weg mit an der Finanzierung beteiligt. Nach vielfacher Meinung, die uns immer wieder bestätigt wird, ist "Pax Christi" eine randständige, wenig repräsentative Organisation innerhalb des katholischen Spektrums. Wie steht die Evangelische Landeskirche zu all diesen Punkten? Wie steht das Bischöfliche Ordinariat der katholischen Kirche in Rottenburg zu all diesen Punkten? Was würde Papst Franziskus dazu sagen, wenn er von dieser Veranstaltung wüsste?

 Hier nun der Wortlaut des Offenen Briefes: 

 

                            2016 Logo DIG  2016 Logo blau Denkendorfer Kreis 20160620 0001

 

Frieden erfordert, den Israelhass zu beenden!

Offener Brief an die evangelische Akademie Bad Boll, 17. Juni 2016

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir sind besorgt über die Stoßrichtung Ihrer Tagung „Ist Frieden möglich? Zur Situation der Menschenrechte in Nahost“ im Juli 2016. Dass die Akademie für die Interessen einer bestimmten Gruppe wirbt, ist legitim. Dass die Tagung versucht, negative Emotionen gezielt gegen Israel und nur gegen Israel zu mobilisieren, halten wir aber für zutiefst unmoralisch.



Weitere Dokumente und Stellungnahmen zum Offenen Brief an die Evangelische Akademie Bad Boll.

 


 

  • Auszug aus einem Brief von Dr. Michael Volkmann vom 28.06.2016. Wir danken für die Erlaubnis, dies hier so veröffentlichen zu dürfen!

 " ... Repräsentativ für die Evangelische Landeskirche in Württemberg sind folgende Synodalbeschlüsse:
http://www.agwege.de/fileadmin/mediapool/einrichtungen/E_pfarramt_christen_juden/3_Erklaerungen_wttbg_Synode.pdf

Auch über den Nahostkonflikt gibt es eine gemeinsame Erklärung evangelischer Christen in Württemberg, die sich der Oberkirchenrat zu eigen gemacht hat:
http://www.agwege.de/fileadmin/mediapool/einrichtungen/E_pfarramt_christen_juden/Einen_gerechten_Frieden_foerdern_-_angenommener_Text_11-01-05.pdf

Schließlich gibt es einen nur drei Jahre alten Brief des Landesbischofs und der Synodalpräsidentin, in dem auch ein Abschnitt zu Israel steht:
http://www.agwege.de/fileadmin/mediapool/einrichtungen/E_pfarramt_christen_juden/Texte_AG_und_Elkwue/25JahreErklaerungVerbundenheitJuedischemVolk.pdf

An diesen Dokumenten müssen sich einzelne kirchliche Amtsträger und Einrichtungen messen lassen. ...

Mit besten Grüßen Michael Volkmann"  


 

  • Antwortschreiben der Evangelischen Akademie Bad Boll.
    Prof. Dr. Jörg Hübner, Geschäftsführender Direktor, schreibt am 22. Juni 2016: HIER als pdf nachzulesen.

 

  • Stellungnahme von Meir Brom, Jerusalem vom 03.07.2016: HIER als pdf.

 

  • Zeitungsartikel aus der Heidenheimer Zeitung (SWP) vom 02.07.2016: HIER als jpg.

 

  • Persönlicher Brief von Meir Brom an Herrn Mauricio Salazar, Denkendorf, vom 25.07.2016: HIER als pdf.

 

Aktuell - Tora-Rolle für Esslingen                                                           

2016 06 07 Tora Rolle fr Esslingen22c

                                                                                                           07.06.2016

Eine Tora-Rolle für die jüdische Gemeinde in Esslingen a.Neckar

Bilder und Informationen bitte hier weiterlesen:

Nachtrag 08.08.2016: Vielen Dank an Manfred für diesen Link zu einem
schönen Video: https://m.youtube.com/watch?v=JiUM7zoFdiA