- denk - würdig - nach - denken -

 

Schreibgert4

Wir laden Sie ein, uns Vorschläge einzureichen mit Ihren Gedanken zur Gestaltung dieser Menüseite.


Bitte per Mail an: denkendorfer-kreis@t-online
oder an:
Denkendorferkreis e.V., z.H. Pastor Helmut Schert,
Schillerstraße 11, 71394 Kernen.

 

 

Heute ist der 9. November 2017.

Erinnerung an die Pogromnacht 9. November 1938 in Deutschland.

 

1938 11 09 Pogromnacht m.Stetter 

 

Du forderts zum Gedenken, Herr, deine Christenheit,
willst nicht, dass wir vergessen, die böse Zeit.

Wir steh'n vor dir betroffen vor der Geschwister Leid.
Sei du ihr Licht in Dunkel und Traurigkeit.

Wir steh'n vor dir beladen mit uns'rer Väter Schuld.
Gib uns die Kraft zu tragen, Kraft und Geduld.

Wir heben Herz und Hände zu dir, o Gott, und fleh'n:
Zeig uns den Weg der Umkehr und hilf ihn geh'n.

Wir preisen deine Treue, Herr, der du Leben schenkst
und über uns Gedanken des Friedens denkst.

Du zeigst den Weg der Umkehr, wir woll'n ihn dankbar geh'n.
Hilf uns in allen Menschen Geschwister seh'n.

Reiß, Herr, die Mauern nieder, die falscher Wahn erricht',
und lass uns leuchten dein Angesicht.

...............................................................................................................................
Text: Jutta Zimmermann, Fellbach, 1982

Graphik: Theresa Stetter, Sachsenheim, 2010

Liedblatt als pdf.

Siehe auch Erinnerung und Umkehr 2007 u.a.

 

 

Heute ist der 31. Oktober 2017.

Es ist der letzte Tag des 500-jährigen Reformationsjubiläums.

Im Fernsehen läuft u.a.: "L-U-T-H-E-R, Luther, Luther. Luther - Das Projekt der 1000 Stimmen".

Ich fasse meine Gedanken zusammen in einem Leserbrief:

„Da gibt es nichts zu feiern!“
Ich denke über das Reformationsjubiläum und Luther so, weil durch Luthers Judenhass sich das Verhältnis unserer Kirchen zum Judentum verschlimmert hat. Luther war als Erneuerer der Kirche, als Bibelübersetzer, als Liederdichter auch Antisemit. Deshalb sind seine gesamte Theologie und seine Sicht des Judentums durchdrungen von seinem Judenhass. Luthers Antisemitismus ist szs. der Geburtsfehler der Evangelischen Kirche. Ich gehöre dieser an. Bald ist wieder die Erinnerung an die Pogromnacht des 9. November: „An Luthers Geburtstag brannten die Synagogen“, das Gedenken an den eigenen „giftig-kalten protestantischen Antisemitismus“ der Kirchen der Reformation. Deshalb fehlten unseren Kirchen alle theologischen und ethischen Maßstäbe zur Abwehr des mörderischen Nazi-Antisemitismus.
Erst nach dem Holocaust begannen die Kirchen sich zu hinterfragen und arbeiten nun an einer grundlegenden Erneuerung christlichen Denkens und Redens über das Judentum und Israel.
Gott sei Dank hat die EKD im Nov. 2015 und 2016 zwei wichtige „Kundgebungen“ formuliert: 1) Sie distanziert sich von Luthers Antisemitismus, weil dieser „im Widerspruch zu dem Glauben an den einen Gott“ stehe und 2) Sie distanziert sich von Judenmission, weil „Gott selbst sein Volk Israel die Vollendung seines Heils schauen lassen“ werde.
Was ist davon wirklich bekannt geworden und Bestandteil christlicher Predigt und Glaubens? Wenn ich z.B. in den Gemeindebrief meiner Evangelischen Gemeinde sehe (und das ist wohl überall so!), dann muss ich feststellen: Nichts!
Es bleibt noch sehr viel zu tun. Uns Christen ist die im Neuen Testament angelegte Wertschätzung des Alten Testaments abhandengekommen. Die möchten wir bitte wieder in unseren Herzen finden. Begegnungen und Gespräche zwischen Christen und Juden helfen uns dabei. Ich bin auch überzeugt, dass der schwindende Zugang unserer Kirchen zu den Menschen dadurch eine Umkehr erleben kann.


Johannes Merker, Deizisau

 

 

2017 Vorstandssitzung 

Eine Person anzuerkennen ist das Bekenntnis, dass sie unersetzlich ist. 

Sie zu verletzen bedeutet, ihr zu sagen, dass sie entbehrlich ist, dass sie nicht gebraucht wird.

Jeseph B. Soloveitchik

 

 2017 Gesichtsloses Opfer in Berlin img 3212 1

 

Gesichtslose Opfer in Berlin 1)

Markus Vahlefeld kommentierte das behelfsmäßige Mal zum Andenken an die zwölf Toten vom Breitscheidplatz. Auf dem kleinen Plakat "Wir trauern um die 12 Toten des islamistischen Terroranschlags vom 19.12.2016 am Berliner Breitscheidplatz" sind vier Tote mit Gesicht identifiziert und ein weiterer nur mit Namen angeführt. Die übrigen sind als leere Masken gezeigt. "Sollen wirklich sieben von zwölf Toten nicht namentlich bekannt werden? ... Das Grau Berlins wird dadurch nicht angenehmer." Wir kennen die Namen und Gesichter der israelischen, polnischen, tschechischen und italienischen Opfer, aber wir kennen nur den Namen eines deutschen Opfers und kein einziges Gesicht eines deutschen Opfers. Dafür ist in Deutschland das Gesicht und der Name des Täters überall bekannt. Name und Gesicht werden millionenfach gedruckt, ohne dass die Angehörigen gefragt werden. Deutsche Trauerbewältigung sieht so aus: Nur der Täter hat ein Gesicht. Die Opfer sind lediglich eine gesichtslose Masse. (tapfer) 2)

1) Der obige Text ist entnommen von: ILI News vom 30.01.2017

2) Sehr empfehlenswert ist es den ganzen Artikel auf folgender Webseite zu lesen: https://tapferimnirgendwo.com/2017/01/24/deutscher-umgang-mit-der-trauer-und-der-wut/

3) Foto: https://tapferimnirgendwo.files.wordpress.com/2017/01/img_3212-1.jpg

jm, 30.01.2017


Das verschwundene Jesuskind

Maurice Heiber aus Belgien war während des Zweiten Weltkriegs der Gründer einer Hilfsaktion für verfolgte jüdische Kinder. Zusammen mit vielen tapferen Landsleuten hat er 4000 jüdische Kinder vor der Deportation in die Vernichtungslager gerettet.

Eines Tages sagte eine Mitarbeiterin zu ihm: "Dieses Kind hier muss umplaziert werden. Es stiehlt!"


Die ganze, kurze Geschichte bitte hier nachlesen (entnommen dem Denkendorfer Rundbrief vom 28.11.1994).

(eingestellt am 12.12.2017 jm)

 

2016 Briefmarlen YomKippur

 

Gebet am Abend vor Jom Kippur beim Öffnen des Toraschreins

aus: Das Jüdische Gebetsbuch, herausgegeben von Jonathan Megonet, Gebete für die Hohen Feiertage, S. 121-123.

(eingestellt am 16.10.2016,jm) 

 

"In Gottes Händen"

Wie Ton, den eines Töpfers Hand 
nach seinem Willen kunstgewandt

bald dehnt und bald zusammenpresst,
so sind auch wir in deiner Hand.
die Güte immer walten lässt.
Gott, sieh auf dein Bundesversprechen,
und nicht auf unseres Triebs Verbrechen.

 

 

 1941 Babij Jar

10.09.2016 

Zum 75. Jahrestag des Massakers

Babij Jar am 28. September 1941


"Babij Jar" von Ewgenij Evtuschenko


Über Babij Jar, da steht keinerlei Denkmal.

Ein schroffer Hang – der eine, unbehauene Grabstein.

Mir ist angst. Ich bin alt heute, so alt wie das jüdische Volk,

Ich glaube, ich bin jetzt

ein Jude.


Das ganze Gedicht "Babij Jar" hier als pdf.

 


 

Nachtrag: siehe auch diese beiden Links in der JA vom 22.09.2016:

"33.000 Morde in zwei Tagen". http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/26561

"Das Leben geht weiter". http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/26546

 




 


2015 HimmlischesIrdischesJerusalem284KB

 

Ziel christlicher Sehnsucht: Das irdische oder das himmlische Jerusalem?

 

Johannes Gerloff macht sich ausführliche Gedanken, zum Nachlesen zu finden auf http://www.israelnetz.com/hintergrund/

 

(eingestellt am 20.06.2016, jm)

 



 

Das Getto brennt 

 

Das Getto brennt. Brandwolken verdunkeln die ganze Stadt. Männer, Frauen und Kinder, die nicht bei lebendigem Leib verbrennen, werden in Massen umgebracht. Die Mündungen der Abwasserkanäle werden von deutschen Posten blockiert. Die Juden setzen sich verzweifelt zur Wehr und haben fast tausend Feinde getötet. Sie setzen Fabriken und Magazine der deutschen Kriegsindustrie in Brand. Die polnische Bevölkerung bewundert den Geist der jüdischen Verteidigung ... Viele Juden werden lebendigen Leibes verbrannt. Tausende werden erschossen oder in die Lager gebracht. Ein paar Tausend blieben in den unterirdischen Gängen und in den Magazinen des Getto. Die Magazine werden nach hartem Widerstand überwältigt ... Diejenigen, die aus dem Inferno flüchten, werden gefangen und erschossen. Die jüdische Kampforganisation bleibt im Getto. Während der heldenhafte Widerstand sich zu Ende neigt, hüllt sich die freie Welt, die Welt der Gerechtigkeit, in Schweigen und Apathie.

 

Isaak I. Schwarzbach
Erinnerung an den Aufstand im Warschauer Getto, 19.4.-16.5.1943

 

 

 

Das zerstörte Warschauer Getto, die Kirche St. Augustin blieb stehen.
(Dieser Beitrag wurde am 20.04.2016 eingestellt, jm)

 



 

Jerusalem7  

 

Die vollständige Jahreslosung 2016 

 

Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet;

 

ja, ihr sollt an Jerusalem getröstet werden

 

Jesaja 66, Vers 13

Ein Hinweis von Sigrid, herzlichen Dank, 11.01.2016 - man lese bitte den Gesamtzusammenhang der Jahreslosung im 66. Jesaja-Kapitel 

 



 

In der JÜDISCHEN ALLGEMEINE vom 03.12.2015 lese ich auf Seite 3 den Vorschlag von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, dass "jeder (nach Deutschland kommende Flüchtling) zur Begrüßung die ersten 20 Artikel des Grundgesetzes ... erhalten" sollte.

 

Gut so! Und ich?, kenne ich diese Artikel? Wie geht es Ihnen? Hier können Sie lesen ....

 

big Grundgesetz   

 

I. Die Grundrechte
  Artikel 1
  (1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu  
  schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. .....

 

Verantwortung für die Gesellschaft
aus "Die Weisheit des Judentums", herausgegeben von Walter Homolka und Annette Böckler. 

 

 Chagall AbrahamGastfreundschaft

Abrahams Gastfreundschaft (Marc Chagall)

 

 

Strebt nach Frieden für die Stadt, in der ihr im Exil lebt,
   und betet für sie zu Gott. Denn durch ihren Frieden habt
   auch ihr Frieden.
   Jeremia 29,7

 

   Schickt euch in die Verfassung des Landes, in welches
   ihr versetzt seid. Aber haltet euch standhaft zu der
   Religion eurer Väter. Tragt beider Lasten so gut ihr könnt.
   Moses Mendelsohn


-eingestellt am 26.11.2015, jm-